{"id":1800,"date":"2024-12-20T11:51:32","date_gmt":"2024-12-20T10:51:32","guid":{"rendered":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/?p=1800"},"modified":"2024-12-21T12:52:20","modified_gmt":"2024-12-21T11:52:20","slug":"gut-lesbare-open-source-fonts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/gut-lesbare-open-source-fonts\/","title":{"rendered":"Gut lesbare Open Source Fonts"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe gerade das neu erschienene Buch <strong>\u00abDesign f\u00fcr Leichte Sprache\u00bb<\/strong> gelesen und mich ein wenig auf Vorschl\u00e4ge f\u00fcr besonders gut lesbare Schriften f\u00fcr diese Zielgruppen gefreut. Leider werden in dem Buch keine konkreten Schriften genannt. Okay, ich verstehe ja, dass es nicht die EINE Schrift gibt, die f\u00fcr alle Menschen am besten lesbar ist. Aber f\u00fcr Nicht-Typografen w\u00e4ren zumindest ein paar Empfehlungen sehr hilfreich gewesen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1640\" height=\"624\" class=\"alignnone size-90 wp-image-1857\" src=\"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Gutes-Design-fuer-Leichte-Sprache.png\" alt=\"Gutes Design f\u00fcr Leichte Sprache - erschienen beim UTB, 10. Dezember 2024\" srcset=\"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Gutes-Design-fuer-Leichte-Sprache.png 1640w, https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Gutes-Design-fuer-Leichte-Sprache-300x114.png 300w, https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Gutes-Design-fuer-Leichte-Sprache-1024x390.png 1024w, https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Gutes-Design-fuer-Leichte-Sprache-768x292.png 768w, https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Gutes-Design-fuer-Leichte-Sprache-1536x584.png 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1640px) 100vw, 1640px\" \/><\/p>\n<p>Das Buch geht ausf\u00fchrlich auf die Kriterien f\u00fcr gute Lesbarkeit ein und nennt zumindest \u00abeine\u00bb gut lesbare Schrift (die <strong>\u00abThesis\u00bb<\/strong> Schriftfamilie), die leider nicht als Open Source verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n<p>Im Buch wird auch mehrfach darauf hingewiesen, dass die <strong>\u00abArial\u00bb<\/strong> alles andere als gut lesbar ist. Ich denke, das ist vielen klar, aber wer sich f\u00fcr die Gr\u00fcnde im Detail und viele weitere aktuelle Informationen aus dem Bereich der Lesbarkeitsforschung interessiert, dem sei das <a href=\"https:\/\/www.utb.de\/doi\/book\/10.36198\/9783838563077\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Buch <\/a>empfohlen. Wer lieber ein paar qualifizierte Aussagen dazu online haben m\u00f6chte, nachfolgend drei wirklich hilfreiche Links:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.capito.eu\/studie-zu-textgestaltung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.capito.eu\/studie-zu-textgestaltung\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/zeilenhacker.de\/grotesk\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/zeilenhacker.de\/grotesk\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/leserlich.info\/zeichen\/schriftart\">https:\/\/leserlich.info\/zeichen\/schriftart<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und nun folgen ein paar Tipps f\u00fcr alle, die nicht erst Design oder Typografie studieren m\u00f6chten, nur um eine gut lesbare Schrift f\u00fcr ihr Projekt zu finden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Schriften f\u00fcr Bildschirme<\/h2>\n<p>Es gibt Schriften, die speziell f\u00fcr die Darstellung auf Bildschirmen entwickelt wurden, wie z.B. <strong>\u00abInter\u00bb<\/strong>, <strong>\u00abIBM Plex\u00bb<\/strong> oder <strong>\u00abMerryweather\u00bb<\/strong>, und solche, die sich besser f\u00fcr gedruckte Medien eignen, wie z.B. die <strong>\u00abPT Serif\u00bb<\/strong>.<\/p>\n<p>Bei den bildschirmoptimierte Schriften handelt es sich in der Regel um sogenannte Sans-Serif-Schriften*\u00b9 \u2013 obwohl die Annahme, dass sich diese Schriften besonders gut f\u00fcr die Bildschirmdarstellung eignen, etwas \u00fcberholt ist. <a href=\"https:\/\/www.capito.eu\/studie-zu-textgestaltung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Aktuelle Studien<\/a> zeigen, dass Serifenschriften in Lesegr\u00f6ssen auf dem Monitor teilweise besser lesbar sind; es kommt auf die genauen Umst\u00e4nde an (Farbigkeit, Vorder-\/Hintergrund, Schriftschnitt, Schriftgr\u00f6sse &#8230;).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Gut ausgebaute Schriftfamilien<\/h2>\n<p>Ein weiteres Qualit\u00e4tskriterium bei der Auswahl kann die Sprachunterst\u00fctzung sein \u2013 also wie viele Sprachen mit den vorhandenen Zeichen unterst\u00fctzt werden. Dies kann vor allem f\u00fcr einen konsistenten internationalen Einsatz eine entscheidende Rolle spielen. Einige Schriften, wie z.B. die <strong>\u00abRoboto\u00bb<\/strong> und die <strong>\u00abNunito\u00bb<\/strong>, decken immerhin das lateinische, kyrillische und griechische Schriftsystem ab und beinhalten zudem viele diakritische Zeichen*\u00b3, so dass man damit in Europa und Amerika ganz gut zurechtkommt. Sobald man aber auch noch Arabisch, Hebr\u00e4isch, T\u00fcrkisch und die wichtigsten asiatischen Schriftsysteme mit einer einzigen Schrift abbilden m\u00f6chte, wird es sehr d\u00fcnn. Dann bleiben vor allem die Schriften der grossen Computer- und Betriebssystemhersteller, wie die \u00abArial\u00bb oder \u00abSegoe\u00bb von Microsoft. Beide Schriften sind aber weder Open Source noch formal gute Schriften. Die <strong>\u00abPlex\u00bb<\/strong> von IBM stellt da eine Ausnahme dar \u2013 sie ist Open-Source und zudem sehr gut lesbar. Formal ist sie auf jeden Fall sehr sorgf\u00e4ltig ausgearbeitet worden \u2013 auch wenn der sehr technisch anmutende Stil nicht jedermanns Sache ist.<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.ibm.com\/plex\/gallery\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.ibm.com\/plex\/gallery\/<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die meisten Sprachen und Zeichensysteme deckt aber derzeit die <strong>\u00abNoto\u00bb<\/strong> ab. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt von Google und einer Reihe von Schriftenherstellern wie Adobe und Monotype. Mit \u00fcber 77.000 Zeichen werden mehr als 1.000 Sprachen und \u00fcber 150 Schriftsysteme unterst\u00fctzt.<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/typogram.co\/font-discovery\/how-to-use-noto-sans-font\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/typogram.co\/font-discovery\/how-to-use-noto-sans-font<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/notofonts.github.io\/noto-docs\/website\/homepage\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/notofonts.github.io\/noto-docs\/website\/homepage\/<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die <strong>\u00abNoto\u00bb<\/strong> verf\u00fcgt zudem \u00fcber sehr viele Schriftschnitte (= Schriftstile, wie z.B. <em>kursive<\/em>) und wirkt im Vergleich zu <strong>\u00abIBM Plex\u00bb<\/strong> neutral, zur\u00fcckhaltend, sachlich. Weitere Schriftfamilien mit vielen Schnitten sind die <strong>\u00abRoboto\u00bb<\/strong>, die <strong>\u00abInter\u00bb<\/strong> sowie die <strong>\u00abNunito\u00bb<\/strong>.<\/p>\n<p>Einige Schriftfamilien gibt es sowohl in einer \u00abSans Serif*\u00b9\u00bb als auch als \u00abSerif*\u00b2 Version\u00bb, was deren Anwendung sehr interessant macht. So ist es m\u00f6glich, einen Fliesstext in der <strong>Serif<\/strong> und die \u00dcberschriften in der <strong>Sans Serif<\/strong> zu setzen (oder auch umgekehrt). Die Schriften sind in diesem Fall perfekt aufeinander abgestimmt. So entsteht ein abwechslungsreiches und doch harmonisches Schriftbild. Gut lesbare Open Source Schriften, die sowohl in einer Sans- als auch einer Serif-Version vorliegen, sind: \u00ab<strong>IBM Plex\u00bb,<\/strong> <strong>\u00abMerriweather\u00bb<\/strong>, \u00ab<strong>Noto\u00bb<\/strong>, \u00ab<strong>PT\u00bb<\/strong>, \u00ab<strong>Roboto\u00bb<\/strong>, <strong>\u00abSource\u00bb.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Inklusive Schriften<\/h2>\n<p>Es gibt auch einige wenige Schriften, die speziell f\u00fcr Menschen mit Leseschwierigkeiten oder Sehbehinderungen entwickelt wurden. Dabei wurden \u00e4sthetische Kompromisse zugunsten einer extrem hohen Erkennbarkeit der einzelnen Buchstaben gemacht. Die <strong>\u00abAtkinson Hyperlegible\u00bb<\/strong> ist ein Beispiel f\u00fcr eine Schrift, die im Besonderem f\u00fcr stark sehbehinderte Menschen geeignet ist, und die <strong>\u00abLexend\u00bb<\/strong> f\u00fcr Menschen mit Leseschwierigkeiten.<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.brailleinstitute.org\/freefont\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Detaillierte Infos zur \u00abAtkinson Hyperlegible\u00bb<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.lexend.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weitere Informationen zur \u00abLexend\u00bb<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<blockquote class=\"keyfacts black\"><p>Die <strong>\u00abAtkinson Hyperlegible\u00bb<\/strong> ist eine moderne, gut lesbare Schriftart, die speziell f\u00fcr Menschen mit Sehbehinderungen entwickelt wurde und sich daher ideal f\u00fcr barrierefreies Design eignet. Sie wurde vom Braille Institute in Zusammenarbeit mit Paratype entwickelt und ist als Open-Source-Font frei verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Typografische Merkmale<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Strichst\u00e4rke:<\/strong> Die Schrift hat eine relativ fette Strichst\u00e4rke. F\u00fcr Menschen mit extremer Sehbehinderung ist es wichtig, dass die Buchstabenformen nicht verschwimmen, wenn sie auf Monitoren oder auch in B\u00fcchern vom umgebenden Weiss \u00fcberstrahlt werden.<\/li>\n<li><strong>Eindeutige Buchstabenformen:<\/strong> Jeder Buchstabe ist so gestaltet, dass er sich deutlich von den anderen unterscheidet, um Verwechslungen zu vermeiden. So unterscheiden sich beispielsweise das \u201eI\u201c, das \u201el\u201c und die \u201e1\u201c deutlich voneinander. Es wurden auch spiegelbildliche Buchstabenpaare ber\u00fccksichtigt, wie z.B. das p und das q, die sich im Atkinson deutlich voneinander unterscheiden.<\/li>\n<li><strong>X-H\u00f6he:<\/strong> Eine erh\u00f6hte x-H\u00f6he tr\u00e4gt zur besseren Lesbarkeit bei, insbesondere bei kleineren Schriftgr\u00f6\u00dfen.<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"attachment_1805\" style=\"width: 230px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1805\" class=\"size-full wp-image-1805\" src=\"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Atkinson_Hyperlegible_blur.webp.png\" alt=\"Sichtbar sind: ein grosses B, die 8 sowie die 1, das grosse I sowie das kleine i und l. Dies sind Buchstaben, die aufgrund ihrer \u00c4hnlichkeit bei schlechten Lesebedingungen oder Fehlsichtigkeit optisch verwechselt werden k\u00f6nnen.\" width=\"220\" height=\"132\" \/><p id=\"caption-attachment-1805\" class=\"wp-caption-text\">Der Unsch\u00e4rfeeffekt simuliert, wie Buchstaben f\u00fcr jemanden mit Sehbehinderung erscheinen k\u00f6nnen. Die \u00abAtkinson\u00bb schl\u00e4gt sich aufgrund ihrer besonderen formalen Merkmale gut.<\/p><\/div><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Stilistische Empfehlungen<\/h2>\n<div id=\"attachment_1814\" style=\"width: 3880px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Typo-Tipps.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1814\" class=\"wp-image-1814 size-full\" src=\"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Typo-Tipps.png\" alt=\"Drei Schriftmuster: Public Sans, Roboto und Source Sans.\" width=\"3870\" height=\"1612\" srcset=\"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Typo-Tipps.png 3870w, https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Typo-Tipps-300x125.png 300w, https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Typo-Tipps-1024x427.png 1024w, https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Typo-Tipps-768x320.png 768w, https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Typo-Tipps-1536x640.png 1536w, https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Typo-Tipps-2048x853.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 3870px) 100vw, 3870px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1814\" class=\"wp-caption-text\">.<\/p><\/div>\n<p>Mir pers\u00f6nlich gef\u00e4llt die <strong>\u00ab<a href=\"https:\/\/public-sans.digital.gov\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Public Sans<\/a>\u00bb<\/strong> sehr gut. Das ist die offizielle Schrift der US-Regierung. Sie \u00e4hnelt ein wenig einer Helvetica und hat etwas cooles Retro-m\u00e4ssiges an sich, jedoch ist sie viel lesbarer und in ihrer formalen \u00c4sthetik zeitgem\u00e4sser.<\/p>\n<p>Wer eine neutrale Sans Serif sucht, die vor allem im digitalen Bereich gut lesbar ist, ist mit der <strong>\u00abRoboto\u00bb<\/strong> oder der <strong>\u00abSource Sans 3\u00bb<\/strong>, die wirklich sehr offene Formen aufweist und sehr elegant wirkt, gut beraten. Bei der \u00abSource Sans\u00bb steht dann auch die Serif Familie zur Ankoppelung zur Verf\u00fcgung, was ihren Einsatz besonders interessant und wirkungsvoll macht.<\/p>\n<p>Zum Abschluss nun in Listenform meine gesammelten Empfehlungen f\u00fcr gut lesbare Open-Source-Fonts. Diese Liste ist sicher nicht vollst\u00e4ndig, aber eine gute Auswahl in Bezug auf Fremdsprachunterst\u00fctzung, Zeichenvorrat und Anzahl der verf\u00fcgbaren Schriftschnitte. Alle aufgef\u00fchrten Schriften sind \u00fcber <a href=\"https:\/\/fonts.google.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Google Fonts<\/a> kostenlos verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p><strong>Und nur am Rande:<\/strong> Ich weiss, wovon ich rede und schreibe. Ich habe \u00abVisuelle Kommunikation\u00bb mit den Schwerpunkten Schriftdesign und Typografie studiert und selbst eine Reihe von Schriften (siehe <a href=\"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/portfolio\/type-design\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>) entwickelt. Bevor ich ins digitale Lager wechselte, habe ich mich zudem viele Jahre intensiv mit Mikro-Typografie und Lesbarkeitsforschung besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Jetzt, wo ich vor allem im Bereich <strong>\u00abInclusives Design\u00bb<\/strong> unterwegs bin, hat sich das Thema f\u00fcr mich neu ge\u00f6ffnet, da ich vor allem Schriften einsetzen m\u00f6chte, die von Menschen mit Sehbehinderungen und kognitiven Einschr\u00e4nkungen gut verarbeitet werden k\u00f6nnen. Wer konkrete Fragen oder Hilfe diesbez\u00fcglich ben\u00f6tigt, kann mich jederzeit gerne kontaktieren.<\/p>\n<h4 style=\"line-height: 0.75;\">Serif<\/h4>\n<p>(also Schriften mit Serifen)<\/p>\n<ul class=\"narrow-list\">\n<li>Noto Serif<\/li>\n<li>Source Serif 4<\/li>\n<li>PT Serif<\/li>\n<li>IBM Plex Serif<\/li>\n<li>Merriweather<\/li>\n<li>Lora<\/li>\n<li>Cardo<\/li>\n<\/ul>\n<h4 style=\"line-height: 0.75;\">Sans Serif<\/h4>\n<p>(d.h. Schriften ohne Serifen)<\/p>\n<ul class=\"narrow-list\">\n<li>Noto Sans<\/li>\n<li>Open Sans<\/li>\n<li>Public Sans<\/li>\n<li>Nunito Sans<\/li>\n<li>Source Sans 3<\/li>\n<li>PT Sans<\/li>\n<li>Merriweather Sans<\/li>\n<li>IBM Plex Sans<\/li>\n<li>Fira<\/li>\n<li>Inter<\/li>\n<li>Lato (die Grundschrift meines Blogs, also der Fliesstext hier im Beitrag)<\/li>\n<li>Roboto<\/li>\n<li>Mulish<\/li>\n<li>Atkinson Hyperlegible<\/li>\n<li>Lexend<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Glossar<\/h2>\n<p>*\u00b9:\u00a0<strong>Sans Serif Schriften<\/strong> sind Schriften ohne Serifen, d.h. ohne kleine Linien oder Verzierungen am Ende der Buchstaben. Das franz\u00f6sische Wort \u201esans\u201c bedeutet \u201eohne\u201c, \u201eSans Serif\u201c also \u201eohne Serifen\u201c. Diese Schriften wirken modern, klar und technisch. Sie sind bekannt f\u00fcr ihr schn\u00f6rkelloses und modernes Aussehen.<\/p>\n<p>*\u00b2:\u00a0<strong>Serifen-Schriften<\/strong> haben kleine Linien oder \u201eF\u00fc\u00dfe\u201c an den Buchstabenenden, die das Auge beim Lesen f\u00fchren. Sie werden oft f\u00fcr gedruckte Texte bevorzugt, k\u00f6nnen aber auch im digitalen Bereich effektiv eingesetzt werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Schriften nicht in extrem kleinen Gr\u00f6ssen, z.B. 9px oder kleiner, verwendet werden, da dann die Aufl\u00f6sung des Monitors h\u00e4ufig nicht ausreicht, um die Serifen gut darzustellen, sie verklumpen oder brechen weg, was zu einem uneinheitlichen und kaputten Schriftbild f\u00fchrt. Wer kein Schrifteinsatz in diesen sehr kleinen Gr\u00f6ssen plant, kann Serifen-Schriften bedenkenlos auch auf Monitore einsetzen. Als Leseschriften, insbesondere auch f\u00fcr die Zielgruppen der \u00abLeichten Sprache\u00bb, eignen sie sich besonders in Schriftgr\u00f6ssen von 16px und gr\u00f6sser.<\/p>\n<p>*\u00b3: <strong>Diakritische Zeichen<\/strong> sind kleine Markierungen oder Symbole, die \u00fcber, unter oder in einen Buchstaben gesetzt werden, um dessen Aussprache, Betonung oder Bedeutung zu ver\u00e4ndern. Sie sind in vielen Schriftsystemen der Welt weit verbreitet und spielen eine wichtige Rolle bei der korrekten Darstellung von Texten in verschiedenen Sprachen. Beispiele sind die Cedille (<strong>\u00e7<\/strong>) im Franz\u00f6sischen, die Tilde (<strong>\u00f1<\/strong>) im Spanischen oder der Ring (<strong>\u00e5<\/strong>) im Schwedischen.<\/p>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inklusives Design erfordert vor allem eine gut lesbare Typografie. Welche Open-Source-Schriften sind daf\u00fcr besonders geeignet?<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[1,3],"tags":[87,103,97],"class_list":["post-1800","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ux-design","category-visual-design-2","tag-lesbarkeit","tag-open-source-schriften","tag-typografie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1800","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1800"}],"version-history":[{"count":43,"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1800\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1877,"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1800\/revisions\/1877"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1800"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1800"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1800"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}