{"id":2009,"date":"2025-05-22T16:26:18","date_gmt":"2025-05-22T15:26:18","guid":{"rendered":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/?p=2009"},"modified":"2025-05-23T09:42:07","modified_gmt":"2025-05-23T08:42:07","slug":"kreativitaet-vs-barrierefreiheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/kreativitaet-vs-barrierefreiheit\/","title":{"rendered":"Barrierefreiheit als Kreativit\u00e4tsbremse?"},"content":{"rendered":"<p>In diversen Gespr\u00e4chen monierten vieler meiner Design-Kolleg:innen, dass sie aufgrund der WCAG-Richtlinien beispielsweise keine Typografie mehr direkt auf Bilder oder Videos legen d\u00fcrfen. Auch sei ein zunehmender Trend zu allzu konformen L\u00f6sungen erkennbar, da die restriktiven Grunds\u00e4tze in Bezug auf Farbwahl und Struktur ihre kreative Freiheit sp\u00fcrbar einschr\u00e4nken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_2033\" style=\"width: 1504px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2033\" src=\"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Screenshot-LO-1.png\" alt=\"Hero-Area einer Website, bestehend aus einem Video vor dem eine weisse Headline liegt.\" width=\"1494\" height=\"909\" class=\"size-full wp-image-2033\" srcset=\"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Screenshot-LO-1.png 1494w, https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Screenshot-LO-1-300x183.png 300w, https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Screenshot-LO-1-1024x623.png 1024w, https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Screenshot-LO-1-768x467.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1494px) 100vw, 1494px\" \/><p id=\"caption-attachment-2033\" class=\"wp-caption-text\">Die Hero-Area dieser Website ist \u00e4sthetisch, keine Frage. Doch laut WCAG Richtlinien ist diese nicht barrierefrei.<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als Designer, der sich f\u00fcr eine st\u00e4rkere Inklusion einsetzt, hat mich das ein wenig verlegen und nachdenklich gemacht und mich dazu veranlasst, diesen Blogbeitrag zu schreiben. Darin m\u00f6chte ich darauf eingehen, ob und wie stark uns Barrierefreiheit tats\u00e4chlich einschr\u00e4nkt und inwieweit barrierefreie L\u00f6sungen kreativ sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Kreativit\u00e4t vs. Barrierefreiheit<\/h2>\n<p>In Gespr\u00e4chen mit Menschen mit Behinderungen wurde mir schnell klar: Das Befolgen von Accessibility-Regeln macht noch keine gute barrierefreie Website. Das Problem ist eher, dass viele Designer:innen Barrierefreiheit vor allem als \u00abPflichterf\u00fcllung\u00bb und weniger als \u00abChance\u00bb f\u00fcr herausragendes Design betrachten. Das Ergebnis sind h\u00e4ufig eint\u00f6nige User Interfaces, die weder Nutzer:innen mit noch ohne Behinderung wirklich begeistern. Dabei w\u00fcnschen sich auch Menschen mit Behinderungen <strong>kreative L\u00f6sungen, Interaktion und spielerische Elemente<\/strong> \u2013 kurz: ein Erlebnis, das Spass macht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Wahrnehmungsprinzipien und ihre Grenzen<\/h2>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich stellt die Einhaltung essenzieller Wahrnehmungsprinzipien in Typografie, Komposition und visueller Hierarchie die Grundlage eines jeden guten Interface-Designs dar \u2013 ganz unabh\u00e4ngig davon, ob wir eine WCAG-Konformit\u00e4t anstreben oder nicht. Und ja, um eine m\u00f6glichst hohe Barrierefreiheit zu erreichen, m\u00fcssen wir weitere Kriterien beachten. Doch eines muss klar sein: Die korrekte Anwendung aller Richtlinien erstellt nicht automatisch eine gelungene barrierefreie Website, die ihre Nutzer begeistert.<\/p>\n<p>Viel wichtiger ist es zu verstehen, was es bedeutet, motorisch behindert, blind oder geh\u00f6rlos zu sein, und welche Hilfestellungen wirklich sinnvoll sind und welche nicht. Um dieses empathische Verst\u00e4ndnis zu erlangen, sind Kontakte, Gespr\u00e4che mit den eigentlichen Kernzielgruppen von Barrierefreiheits-Massnahmen, unabdingbar. Nur so k\u00f6nnen die tats\u00e4chlichen Bed\u00fcrfnisse von Menschen mit Einschr\u00e4nkungen ber\u00fccksichtigt werden. Tats\u00e4chlich werden Menschen mit Behinderungen aber kaum in Personas oder bei der Nutzerforschung ber\u00fccksichtigt, wie meine Umfragen ergeben haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Ein Perspektivenwechsel ist n\u00f6tig<\/h2>\n<p>Ich denke, um wirklich kreative und gleichzeitig barrierefreie Produkte zu konzipieren, m\u00fcssen wir unsere h\u00e4ufig festgefahrenen Beurteilungskriterien und Denkweisen hinterfragen.<\/strong>\u00a0Die L\u00f6sung liegt im sogenannten <strong><a href=\"https:\/\/www-infoq-com.translate.goog\/articles\/problem-reframing-method\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Reframing<\/a><\/strong>, einer wirkungsvollen Methode des Design Thinking. Beim \u00abReframing\u00bb, im Deutschen &#8220;Neurahmung&#8221; oder &#8220;Umdeutung&#8221; wird ein Problem oder eine Sichtweise aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Es geht darum, den Rahmen, in dem eine Situation wahrgenommen wird, zu ver\u00e4ndern, um eine neue und h\u00e4ufig viel positivere Sichtweise zu erlangen.<\/p>\n<p>Statt zu fragen: <strong>Was d\u00fcrfen wir nicht?<\/strong> fragen wir uns beim Reframing: <strong>Was k\u00f6nnen wir mit Hilfe der Barrierefreiheitsrichtlinien besser gestalten?<\/strong><\/p>\n<blockquote class=\"keyfacts black\"><p>Welche innovativen Designs ergeben sich, wenn A11Y-Standards nicht als <strong>Problem<\/strong>, sondern als kreatives Feature \u2013 als Chance f\u00fcr neuartige, starke Designl\u00f6sungen begreifen?<\/p><\/blockquote>\n<p>In dieser Hinsicht sollten wir einige unserer Denkweisen hinterfragen und gegebenenfalls einen Perspektivwechsel vollziehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Im Rahmen des Reframing-Prozesses k\u00f6nnen wir uns daher folgende Fragen stellen:<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>Sehen wir Barrierefreiheit als Zusatz-Feature oder als integralen Bestandteil eines jeden Produkts an? Wie beeinflusst unsere Einstellung zu dieser Fragestellung unseren Ideenfindungs- und Kreationsprozess?<\/li>\n<li>Nehmen wir \u00abAccessibility Constraints\u00bb als Chance wahr? Denn Beschr\u00e4nkungen sind h\u00e4ufig ein Katalysator f\u00fcr wirklich neuartige, unkonventionelle L\u00f6sungen (Vgl. <a href=\"https:\/\/hbr.org\/2019\/11\/why-constraints-are-good-for-innovation\">https:\/\/hbr.org\/2019\/11\/why-constraints-are-good-for-innovation<\/a>).<\/li>\n<li>Verstehen wir, dass \u00abVereinfachung\u00bb in der Regel ein Qualit\u00e4tsmerkmal und kein Verlust darstellt?<\/li>\n<li>Ist uns bewusst, dass nicht wir selbst die Nutzer sind und nicht unsere Bed\u00fcrfnisse und W\u00fcnsche z\u00e4hlen, sondern die der Nutzer? Verstehen wir, dass ausschliesslich Empathie und Nutzerforschung (vor allem durch Einbeziehung von Randgruppen und extremen Nutzern) nutzerzentrierte und vielseitig einsetzbare L\u00f6sungen schaffen?<\/li>\n<li>Verstehen wir, dass Barrierefreiheit die grunds\u00e4tzliche Usability eines jeden Produkts erh\u00f6ht und auch Menschen ohne k\u00f6rperliche Behinderungen entgegenkommt, beispielsweise bei starken Umgebungsger\u00e4uschen, Lichteinfall oder bei einer Nutzung in einem bewegten, mobilen Kontext?<\/li>\n<li>Ziehen wir die M\u00f6glichkeit in Betracht, barrierefreies Design als Branding-Merkmal einzusetzen? So k\u00f6nnten ein hoher Farbkontrast und die Verwendung von leichter Sprache als Elemente der Corporate Identity oder als Herausstellungsmerkmale eingesetzt werden.<\/li>\n<li>M\u00f6chten wir uns der Herausforderung der \u00abGamified Accessibility\u00bb stellen? Barrierefreiheit bedeutet n\u00e4mlich nicht, Spassfreiheit oder n\u00fcchterne Sachlichkeit zu erzeugen. Menschen mit Behinderungen verstehen sehr wohl Spass, geniessen spielerische Elemente und m\u00f6chten sehr gerne unterhalten werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Universal Design<\/h2>\n<p><strong>Universal Design<\/strong>, ein Konzept, das von der North Carolina State University in den 1990er Jahren entwickelt wurde, basiert auf der Tatsache, dass Menschen sehr unterschiedlich sind und dass Design diese Heterogenit\u00e4t bestm\u00f6glich unterst\u00fctzen sollte.<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/universaldesign.ie\/about-universal-design\/the-7-principles\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Universal Design Prinzipien<\/a> sind weltweit anerkannt und bilden die Grundlage f\u00fcr viele kreative und inklusive Produkte. Hier ein kurzer Auszug aus den Prinzipien:<\/p>\n<ul>\n<li>Design sollte dazu beitragen, dass Dinge unterschiedlich genutzt werden k\u00f6nnen, auch anders als vorgesehen. Dabei sollten alle Elemente an die Vorlieben und F\u00e4higkeiten ihrer Nutzer angepasst werden k\u00f6nnen. Auf diese Weise erm\u00f6glicht es eine personalisierte Nutzungserfahrung und eine hohe Barrierefreiheit.<\/li>\n<li>Design sollte Dinge m\u00f6glichst verst\u00e4ndlich und einfach bedienbar machen \u2013 unabh\u00e4ngig von der Erfahrung des Nutzers, seinem Wissen, seinen Sprach- oder seinen mentalen F\u00e4higkeiten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Meiner Meinung nach ist die Anwendung dieser Prinzipien viel wertvoller als die formale Befolgung der WCAG-Regeln. Letztere fokussieren sich extrem auf die <strong>Don\u2019ts<\/strong>, aber weniger auf die <strong>Do\u2019s<\/strong>. Aber genau die helfen uns, kreative L\u00f6sungen zu erarbeiten, die auch Aspekte wie den \u00abJoy of Use\u00bb beinhalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Accessibility through Adaptability<\/h2>\n<p>Ein sehr wichtiger Aspekt, auf den die Universal-Design-Prinzipien besonders eingehen, ist die Anpassungsf\u00e4higkeit von Produkten. Anstatt eine einzige statische L\u00f6sung zu entwerfen, die auf m\u00f6glichst viele unterschiedliche Bed\u00fcrfnisse und Probleme eingeht und dabei in der Regel viele Kompromisse eingehen muss, w\u00e4re es meiner Meinung nach viel sinnvoller, ein flexibles Produkt zu entwickeln, das sich den individuellen Bed\u00fcrfnissen und Problemen entsprechend anpassen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Im digitalen Bereich ist <strong>Adaptability<\/strong> sehr einfach zu realisieren, da hierf\u00fcr Variablen eingesetzt werden k\u00f6nnen, die die gew\u00e4hlten Pr\u00e4ferenzen persistent speichern. Leider wird diese M\u00f6glichkeit viel zu selten genutzt. Es ist sogar so, dass viele f\u00fchrende A11y-Mentoren ihr eher kritisch gegen\u00fcberstehen. Sie w\u00fcnschen sich eine L\u00f6sung, die <strong>ohne vorherige Einstellungen<\/strong> auf m\u00f6glichst alle Behinderungen eingeht.<\/p>\n<p>Aus meiner Sicht ist das aber weder nutzerzentriert noch wird die Vielfalt m\u00f6glicher Behinderungen ber\u00fccksichtigt. Diese Forderung wirkt auf mich ziemlich tradiert und dogmatisch. Daher m\u00f6chte ich allen, die sich noch nicht mit dem Aspekt einer adaptiven Barrierefreiheit besch\u00e4ftigt haben, kurz erl\u00e4utern, worum es bei dieser geht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote class=\"keyfacts black\"><p>\n<strong>Accessibility<\/strong> bedeutet, dass Produkte und Dienstleistungen von m\u00f6glichst allen Menschen genutzt werden k\u00f6nnen &#8211; ganz unabh\u00e4ngig von ihren k\u00f6rperlichen, sensorischen oder kognitiven F\u00e4higkeiten.<\/p>\n<p><strong>Adaptability<\/strong> bedeutet, f\u00fcr Produkte oder Dienste Anpassungs- oder \u00c4nderungsm\u00f6glichkeiten anzubieten. Ein h\u00f6henverstellbares Lenkrad ist beispielsweise ein adaptives Element, da es sich an die individuelle K\u00f6rpergr\u00f6sse der Fahrer anpassen l\u00e4sst. Auf diese Weise erm\u00f6glichet es eine optimale Nutzung.<\/p>\n<p>Beide Begriffe h\u00e4ngen stark miteinander zusammen. Denn je adaptiver Produkte und Services sind, desto h\u00f6her ist ihre Zug\u00e4nglichkeit. Das liegt daran, dass sich durch eine hohe Anpassungsf\u00e4higkeit die m\u00f6gliche Nutzbarkeit eines Produktes in Bezug auf die vielf\u00e4ltigen Bed\u00fcrfnisse und Merkmale der Nutzer drastisch erh\u00f6ht.<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Heterogenit\u00e4t ber\u00fccksichtigen oder \u00abEs gibt keinen einzigen durchschnittlichen Benutzer\u00bb<\/strong><\/h3>\n<p>Produkte die nur auf durchschnittliche oder \u00abnormale\u00bb Nutzer getrimmt sind, versagen in der Realit\u00e4t (Vgl. <a href=\"https:\/\/futurezone.at\/meinung\/air-force-cockpit-pilot-durchschnittlich-groesse-nehammer-gilbert-daniels\/402576674#:~:text=F%C3%BCr%20die%20US%20Air%20Force%20war%20das%20ein%20%C3%BCberraschendes%2C%20aber%20sehr%20wichtiges%20Ergebnis.%20Man%20erkannte%3A%20Wenn%20man%20das%20Flugzeugcockpit%20so%20konstruiert%2C%20dass%20es%20dem%20durchschnittlichen%20Piloten%20passt%2C%20dann%20passt%20es%20niemandem.%20So%20entschied%20man%20sich%20stattdessen%20f%C3%BCr%20die%20Strategie%2C%20das%20Cockpit%20flexibel%20zu%20gestalten%3A%20Man%20braucht%20h%C3%B6henverstellbare%20Sitze%20und%20anpassbare%20Ger%C3%A4te.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Einen durchschnittlichen Piloten gibt es nicht<\/a>) und verschenken ein riesiges \u00f6konomisches Potenzial (Vgl. <a href=\"https:\/\/abilitynet.org.uk\/news-blogs\/research-shows-businesses-lose-17-billion-ignoring-accessibility-needs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Click-Away Studie<\/a>, 2019)<\/p>\n<p>Eine digitale Anwendung, deren Schriftgr\u00f6sse oder Kontrastverh\u00e4ltnis sich individuell anpassen l\u00e4sst, kommt nicht nur Menschen mit Sehbehinderung entgegen. Auch Menschen ohne Behinderung profitieren von adaptiver Accessibility, da sich der Nutzungskontext situativ \u00e4ndern kann. Denn Ger\u00e4usche, starker Lichteinfall oder Spiegelungen k\u00f6nnen uns alle bei der Nutzung digitaler Inhalte behindern.<\/p>\n<p>Eine Website, bei der sich das Kontrastverh\u00e4ltnis oder das Sprachniveau per Knopfdruck \u00e4ndern l\u00e4sst, ist f\u00fcr viele, wenn nicht sogar f\u00fcr alle Menschen von Vorteil.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_2062\" style=\"width: 561px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/User-prefs-DE-1.svg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2062\" src=\"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/User-prefs-DE-1.svg\" alt=\"Beispiel eines Toggle Switches in der Service Navigation einer Website. Hier kann man zwischen einfacher und komplexen Sprache bzw. zwischen Standard und High Contrast umschalten.\" width=\"551\" height=\"56\" class=\"size-full wp-image-2062\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2062\" class=\"wp-caption-text\">Adaptive Accessibility durch \u00abUser Preference Toggles\u00bb<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nicht jeder kennt alle medizinischen Fachw\u00f6rter oder versteht juristisch verklausulierte Texte. Ich denke dabei an Menschen mit geringen Lesekompetenzen, \u00e4ltere Menschen sowie Kinder und Jugendliche. Durch die Anpassung des Sprachniveaus, beispielsweise auf einem Online-Ratgeber f\u00fcr Medizin, k\u00f6nnen die Ziel- und Nutzergruppen um ein Vielfaches erweitert werden.<\/p>\n<p>Technisch ist eine solche L\u00f6sung heutzutage nicht mehr sehr anspruchsvoll. Dennoch sieht man sie nicht allzu h\u00e4ufig. Woran liegt das wohl? Ich denke, es liegt zum Teil an fehlender Empathie und mangelndem Bewusstsein, aber auch an falsch verstandener Kreativit\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Preference-based Accessibility<\/h2>\n<p>Mit einem \u00abpr\u00e4ferenzbasiertem Design\u00bb k\u00f6nnen optimale Nutzererlebnisse f\u00fcr Menschen mit und ohne Behinderung erm\u00f6glicht werden, ohne dass wir unsere Kreativit\u00e4t einschr\u00e4nken m\u00fcssen \u2013 ganz im Gegenteil.<\/p>\n<p>Anstatt in Kategorien wie \u00abbarrierefrei\u00bb oder \u00abkreativ\u00bb zu denken, sollten Designer:innen maximal nutzerzentriert f\u00fcr alle Menschen gestalten. Gute Barrierefreiheit schliesst daher eine kreative und ansprechende Gestaltung nicht aus, sondern fordert dazu auf, innovative L\u00f6sungen zu finden, die wirklich alle erreichen.<\/p>\n<p>Assistive Technologien wie Screenreader oder Braille-Displays sind unbestritten essenziell und lassen sich auch nicht durch \u00abAdaptive Accessibility\u00bb oder barrierefreies Design eliminieren. Aber je anpassungsf\u00e4higer wir unsere Produkte und Services von vornherein gestalten, desto weniger sind externe Hilfen n\u00f6tig (Vgl. <a href=\"https:\/\/www.washington.edu\/doit\/what-universal-design-0#:~:text=Application%20of%20universal%20design%20principles,not%20just%20people%20with%20disabilities\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Application of universal design principles minimizes the need for assistive technolog<\/a>y, 2022).<\/p>\n<p>Wenn Barrierefreiheit durch die Anpassungsf\u00e4higkeit der verwendeten Systeme und nicht durch externe Hilfsmittel entsteht, f\u00fchlen sich alle besser. Zudem sparen wir dabei in der Regel auch Ressourcen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>M\u00f6gliche Anpassungen, die \u00fcber eine Preference-based Accessibility vollzogen werden k\u00f6nnen<\/strong><\/h3>\n<p>Mit <strong>User Preference Toggles<\/strong> integrierst Du feingranulare Schalter in Dein Interface, die auf unterschiedliche Nutzerbed\u00fcrfnisse eingehen &#8211; wie zum Beispiel:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Dark Mode<\/strong>: Spezielles Farbschema f\u00fcr die Nutzung in dunkler Umgebung<\/li>\n<li><strong>High-Contrast-Mode<\/strong>: Aktivierung eines kontrastreichen Farbschemas, Typografie auf Bildern und Videos wird zus\u00e4tzlich mit einer kontraststeigernden Farbfl\u00e4che hinterlegt.<\/li>\n<li><strong>Leichte Sprache<\/strong>: Umschaltung zu sprachlich vereinfachten Texten und Beschriftungen sowie einem einfacheren Layout und unverschn\u00f6rkelten Schriften<\/li>\n<li><strong>Einblendung von Transkripten<\/strong>: Blendet erweiterte Textinformationen bei auditiven oder audiovisuellen Medieninhalten ein<\/li>\n<li><strong>Bilder mit geringerer Aufl\u00f6sung und starker Komprimierung:<\/strong> Davon k\u00f6nnen Nutzer mit langsamer Internetverbindung profitieren. Vor allem bei mobiler Nutzung oder bei Nutzung der Anwendung in sehr entlegenen Regionen kann dieses Feature die Nutzererfahrung deutlich steigern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote class=\"keyfacts black\"><p>\n<strong>Was man nicht \u00fcber \u00abUser Preference Toggles\u00bb steuern sollte<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Schriftgr\u00f6ssen<\/strong>: Das war fr\u00fcher sehr h\u00e4ufig zu sehen, ist heute jedoch v\u00f6llig unn\u00f6tig, da alle Browser diese Funktion von sich aus unterst\u00fctzen.<\/li>\n<li><strong>Grunds\u00e4tzlicher Informationsgehalt sowie Aufbau und Reihenfolge von Elementen:<\/strong> Wenn man beispielsweise einen Link mit jemandem teilt, ist es wichtig, dass diese Person auch bei anderen Personalisierungseinstellungen die gleichen Inhalte wahrnimmt.<\/li>\n<li><strong>Screenreader-F\u00e4higkeit<\/strong>: Diese sollte immer gew\u00e4hrleistet bleiben und nicht abschaltbar sein.<\/li>\n<\/ul>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Was spricht f\u00fcr eine Preference-based oder Adaptive Accessibility?<\/strong><\/h3>\n<p>Mit \u00abAdaptive Accessibility\u00bb kann jede:r die angebotenen Produkte so benutzen, wie er oder sie es am besten kann, ohne dass auf kreative oder anspruchsvolle L\u00f6sungen verzichtet werden muss. Folgende Vorteile ergeben sich:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Feingranulare Kontrolle<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Nicht jede Person ben\u00f6tigt dieselben Hilfsmittel: Ein Screenreader hilft blinden Nutzern, w\u00e4hrend grosse Schrift Sehschw\u00e4chen entgegenkommt. Adaptive Accessibility erlaubt, dass jede:r genau die Features aktiviert, die er oder sie wirklich braucht.<\/li>\n<li><strong>Optimale Unterst\u00fctzung von tempor\u00e4ren oder situativen Behinderungen<\/strong><br \/>\nAuch \u00abtempor\u00e4re Behinderungen\u00bb z\u00e4hlen: eine laute Umgebung, starker Lichteinfall oder motorische Einschr\u00e4nkungen durch eine verletzte Hand. Adaptive Einstellungen lassen sich einschalten, genau dann, wenn man sie ben\u00f6tigt, aber beeintr\u00e4chtigen keine Nutzer, die sie nicht ben\u00f6tigen.<\/li>\n<li><strong>Inklusion ohne Segregation<\/strong><br \/>\nWenn Nutzer:innen selbst entscheiden k\u00f6nnen, ob sie hochaufl\u00f6sende Bilder sehen, Texte in leichter Sprache lesen oder ein Design mit hohem Kontrast nutzen m\u00f6chten, wirkt das Erlebnis pers\u00f6nlicher und komfortabler.<\/li>\n<li><strong>WCAG-Verbundenheit<\/strong><br \/>\nDie WCAG selbst betont in der \u00abUnderstanding Success Criterion 1.3.6\u00bb, dass Personalisierung und Pr\u00e4ferenzen Benutzer:innen mit unterschiedlichen Bed\u00fcrfnissen helfen, sich passgenau zu orientieren und Symbole sowie Begriffe so zu laden, dass sie \u00abvertraut\u00bb sind.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Was sollte man beachten, wenn man als Designer eine Adaptive oder Preference-based Accessibility anwenden m\u00f6chte?<\/strong><\/h3>\n<ol>\n<li><strong>Selbstbestimmung gew\u00e4hrleisten<\/strong><br \/>\nWir sollten uns davor h\u00fcten, bestimmte Inhalte oder Funktionen aufgrund von Personaliserungs-Einstellungen auszublenden. Assistive Hilfsmittel sind \u00e4u\u00dferst vielf\u00e4ltig. Von Vorlesefunktionen bis hin zur KI-Unterst\u00fctzung ist dieser Bereich sehr breit aufgestellt. Wir k\u00f6nnen nicht exakt vorhersehen, wie Menschen mit Beeintr\u00e4chtigungen Inhalte aufnehmen oder Funktionen bedienen. Daher sollten wir uns vor eigenm\u00e4chtigen Entscheidungen h\u00fcten, die wie eine Bevormundung wirken k\u00f6nnten. Jeder Nutzer sollte m\u00f6glichst selbstbestimmt entscheiden k\u00f6nnen, wie er ein Produkt oder einen Dienst benutzt.<\/li>\n<li><strong>Standards einhalten<\/strong><br \/>\nAssistive Technologien basieren auf Standards. Genau daf\u00fcr sind die Richtlinien der WCAG da. Wenn wir diese als Rahmen f\u00fcr unsere Kreativit\u00e4t akzeptieren, gew\u00e4hrleisten wir, dass Screenreader und andere Tools ihre Arbeit korrekt ausf\u00fchren k\u00f6nnen.<\/li>\n<li><strong>Stigmatisierung vermeiden<\/strong><br \/>\nIch denke, es ist nicht zu viel verlangt, wenn Nutzer einen Klick auf einen Umschalt-Button t\u00e4tigen m\u00fcssen, um eine Website optimal nutzen zu k\u00f6nnen. Die Bed\u00fcrfnisse aller Menschen sind zu vielf\u00e4ltig, als dass sie ohne Personalisierung optimal aufgefangen werden k\u00f6nnten. Der dadurch erreichte Nutzen f\u00fcr alle ist so hoch, dass wir dabei nicht von einem \u201eUmweg\u201d oder einer \u201eSegregation\u201d sprechen sollten. Allerdings sollten wir darauf achten, dass wir Menschen mit Behinderungen durch eine Layered oder Preference-based Accessibility nicht stigmatisieren. Ein m\u00f6glichst hohes Mass an Barrierefreiheit sollte von Anfang an als Voreinstellung vorliegen. Und anstatt <strong>\u201eStandard vs. A11y\u201c<\/strong> solltest Du im Interface einzelne funktionale Toggles anbieten (z.B. \u201eHoher Kontrast\u201c, \u201eLeichte Sprache\u201c usw.). So kann jeder Nutzer genau das ausw\u00e4hlen, was er wirklich braucht, ohne sich \u201eanders\u201d oder \u201espeziell\u201d f\u00fchlen zu m\u00fcssen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Wie alle ein \u00abmaximales Erlebnis\u00bb bekommen!<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Design-Tokens f\u00fcr Varianten<\/strong><br \/>\nDefiniere Farb-, Typografie- und Layout-Tokens so, dass sich mittels CSS-Variablen oder Theme-Switchern beliebige Stile (z. B. ein Dark-Mode oder ein High-Contrast-Thema) auf Knopfdruck ein- und ausschalten lassen.<\/li>\n<li><strong>Accessibility first<\/strong><br \/>\nLeichte Sprache oder vereinfachte Labels lassen sich per Schalter einschalten. Aber noch besser ist es, wenn die Website standardm\u00e4\u00dfig in Leichter Sprache vorliegt und Zielgruppen, die komplexe Fachtermini bevorzugen, diese \u00fcber einen Button aktivieren k\u00f6nnen. Platziere zudem die User-Preference-Toggles prominent im Header, m\u00f6glichst am Anfang, sodass Screenreader-Nutzer sie umgehend auffinden.<\/li>\n<li><strong>Alle Komponenten unterst\u00fctzen verschiedene Nutzerrollen<\/strong><br \/>\nEin komplexes Animations-Layer, das interaktive 3D-Kacheln f\u00fcr Maus-\/Touch-User anbietet, sollte sich auch Screenreader-Nutzern erschlie\u00dfen lassen. Die Komponenten sollten sich automatisch \u00fcber ARIA-Attribute und Nutzerpr\u00e4ferenzen an das Nutzungsverhalten oder die verwendeten Nutzeragenten anpassen.<\/li>\n<li><strong>Inklusive Nutzerforschung betreiben<\/strong><br \/>\nAuf keinen Fall sollte man vergessen, Screenreader-Nutzer:innen zum Usability-Test einzuladen. \u00dcberhaupt sollte man fr\u00fchzeitig Nutzer mit unterschiedlichen Behinderungen in die Nutzerforschung und das Testing integrieren, denn nur so kann man die Bed\u00fcrfnisse dieser Nutzergruppe bestm\u00f6glich ber\u00fccksichtigen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Quellen und weitere Informationen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Why Constraints Are Good for Innovation:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/hbr.org\/2019\/11\/why-constraints-are-good-for-innovation\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/hbr.org\/2019\/11\/why-constraints-are-good-for-innovation<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00abReframing\u00bb as creativity method:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www-infoq-com.translate.goog\/articles\/problem-reframing-method\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www-infoq-com.translate.goog\/articles\/problem-reframing-method\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/reframingstudio.com\/reframing-method\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/reframingstudio.com\/reframing-method<\/a><\/p>\n<p><strong>Design less, but better:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.nngroup.com\/articles\/aesthetic-minimalist-design\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.nngroup.com\/articles\/aesthetic-minimalist-design\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/pascaljb.medium.com\/deconstructing-dieter-rams-ten-principles-for-good-design-8a09fd205ed9\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u2028https:\/\/pascaljb.medium.com\/deconstructing-dieter-rams-ten-principles-for-good-design-8a09fd205ed9<\/a><\/p>\n<p><strong>How accessibility shapes digital product design:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/uxdesign.cc\/think-inside-the-box-how-accessibility-shapes-digital-product-design-f240f1bf8b41#:~:text=A%20comprehensive%2C%20cross,when%20constraints%20become%20overly%20restrictive\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/uxdesign.cc\/think-inside-the-box-how-accessibility-shapes-digital-product-design-f240f1bf8b41<\/a><\/p>\n<p><strong>Universal Design Principles:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/universaldesign.ie\/about-universal-design\/the-7-principles\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/universaldesign.ie\/about-universal-design\/the-7-principles<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/dac.berkeley.edu\/services\/campus-building-accessibility\/universal-design-principles\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/dac.berkeley.edu\/services\/campus-building-accessibility\/universal-design-principles<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Designer:innen empfinden Barrierefreiheit eher als Einschr\u00e4nkung ihres gestalterischen Freiraums als eine Design-Maxime. 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