{"id":901,"date":"2019-03-05T16:00:11","date_gmt":"2019-03-05T15:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/thomas-sokolowski.de\/?p=901"},"modified":"2023-06-15T19:40:44","modified_gmt":"2023-06-15T18:40:44","slug":"was-macht-eine-gute-user-experience-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/was-macht-eine-gute-user-experience-aus\/","title":{"rendered":"Was macht eine gute User Experience aus?"},"content":{"rendered":"<section class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<p>Um das zu beantworten, m\u00fcssen wir kurz ausholen und beantworten, was wir mit \u00abUser Experience\u00bb eigentlich meinen.<\/p>\n<blockquote><p>Erfahrung ist das, was Menschen erleben, wenn sie mit der Welt agieren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Eine \u00abCustomer- bzw. User-Experience\u00bb ist die Kombination von Wahrnehmungen, Emotionen, Erinnerungen und vorhandenen Wissen, die sich aus einer Interaktion mit einem Produkt, einem System, einer Dienstleistung oder einem Unternehmen ergeben. Es geht um alles, was ein Benutzer oder Konsument vor (antizipatorisch), w\u00e4hrend und nach dieser Interaktion erlebt oder empfindet (z.B. eine Identifikation oder eine Distanzierung).<\/p>\n<p>Eine gute User Experience sollte vor allem n\u00fctzlich und angenehm sein. Sie wird von einer Vielzahl von unterschiedlichen Faktoren bestimmt, auf die ich nachfolgend eingehe.<\/p>\n<p>[vc_separator]<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1003 size-full\" src=\"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/User-Experience-V2-E.png\" alt=\"\" width=\"1493\" height=\"1020\" srcset=\"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/User-Experience-V2-E.png 1493w, https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/User-Experience-V2-E-300x205.png 300w, https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/User-Experience-V2-E-1024x700.png 1024w, https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/User-Experience-V2-E-768x525.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1493px) 100vw, 1493px\" \/>Diagramm: Einfl\u00fcsse und Merkmale eines Nutzererlebnisses<\/p>\n<p><span style=\"color: #f9f9f9;\">\u00a0.<\/span><\/p>\n<h2>Warum ist eine gute User-Experience so wichtig?<\/h2>\n<p>Wir leben in einem hedonistischen Zeitalter. Menschen w\u00fcnschen sich bereichernde Erlebnisse, die ihr Leben erf\u00fcllen. Und Kunden belohnen Unternehmen, deren Produkte nicht nerven, sondern ihr Leben positiv beeinflussen, vor allem wenn diese ihre Erwartungen \u00fcbertreffen. Sie bauen dann eine Beziehung zu ihnen auf und empfehlen diese Produkte anderen Menschen weiter, das ist dann die sogenannte \u201ebeste Werbung\u201c, die einem Unternehmen passieren kann. Auf diese Weise bleiben Unternehmen, die sich einer guten Customer Experience widmen, auf lange Zeit profitabel.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1228 size-full\" src=\"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Mehrwerte-einer-optimalen-UX.svg\" alt=\"Auswirkungen einer-optimalen UX\" width=\"1369\" height=\"629\" \/><\/p>\n<p>Quelle: Das hier gezeigte User-Experience-Wirkungs-Modell basiert auf dem von \u00ab<a href=\"https:\/\/images.t3n.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/user-experience-diagramm.jpg?class=content\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Facit Digital<\/a>\u00bb.<\/p>\n<p><span style=\"color: #f9f9f9;\">\u00a0.<\/span><\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich kann jede User Experience optimiert oder transformiert werden. Optimieren bedeutet, dass sich die Menschen vor, bei und nach der Nutzung gut f\u00fchlen. Es geht darum, dass das Produkt oder der Dienst nat\u00fcrlich und angenehm empfunden wird. Und wie gesagt, eine positive Erfahrung geht grunds\u00e4tzlich \u00fcber die Erwartungen des Benutzers hinaus. Die meisten Benutzer oder Konsumenten klassifizieren eine solche \u00fcberraschend positive Erfahrung als einen <em>\u00abpers\u00f6nlichen Moment\u00bb<\/em>.<\/p>\n<p><span style=\"color: #f9f9f9;\">\u00a0. <\/span><\/p>\n<h2>Herkunft des Begriffs\u00a0\u00abUser Experience\u00bb<\/h2>\n<p>Don Norman war wahrscheinlich der erste Mensch der die Berufsbezeichnung \u00ab<strong>User Experience Architect\u00bb<\/strong> hatte,\u00a0als er in den 90ern bei Apple f\u00fcr\u00a0das Produktdesign verantwortlich\u00a0war. Er hat den Begriff der User Experience ma\u00dfgeblich gepr\u00e4gt und popularisiert.<\/p>\n<p>Doch gehen wir noch etwas weiter zur\u00fcck: Vitruv, einer der ersten berufsm\u00e4\u00dfigen Architekten hat mit seinen drei Hauptanforderungen an die Architektur den Grundstein des Humanen-Centered-Designs und somit auch f\u00fcr die User Experience gelegt, welche auch noch heute in abgewandelter Form gelten:<\/p>\n<ul>\n<li>Firmitas (Festig\/Haltbarkeit)<\/li>\n<li>Utilitas (N\u00fctzlichkeit) und<\/li>\n<li>Venustas (Sch\u00f6nheit)<\/li>\n<\/ul>\n<p>In den letzten Jahrzehnten haben sich im Bereich Human- oder User-Centered-Design zahlreiche Forschungsans\u00e4tze etabliert, durch die eine systematische Betrachtung der User Experience m\u00f6glich geworden ist.<\/p>\n<p>So teilt beispielsweise Marc Hassenzahl, Professor f\u00fcr \u201eExperience Design\u201c die User Experience in eine pragmatische und eine hedonische Qualit\u00e4t auf. (<a href=\"https:\/\/books.google.ch\/books?id=P8HMBQAAQBAJ&amp;pg=PA51#v=onepage&amp;q&amp;f=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">*1<\/a>).<\/p>\n<ul>\n<li>Die\u00a0<strong>pragmatische Qualit\u00e4t\u00a0<\/strong>beschreibt die wahrgenommene F\u00e4higkeit eines Systems den Benutzer dabei zu unterst\u00fctzen, bestimmte Aufgaben zu erledigen und die Erf\u00fcllung sogenannter \u201eDo-Goals\u201c (<strong>Handlungsziele der Benutzer)<\/strong>zu erm\u00f6glichen. Die pragmatische Qualit\u00e4t hat sehr viel mit der<strong>\u00a0<\/strong>Benutzerfreundlichkeit\u00a0eines Systems und den menschlichen Bed\u00fcrfnissen nach Sicherheit, Beherrschbarkeit und Vertrauen zu tun.<\/li>\n<li>Die\u00a0<strong>hedonische Qualit\u00e4t\u00a0<\/strong>wird beeinflusst von der wahrgenommenen F\u00e4higkeit eines Systems, den Benutzen bei der Erreichung sogenannter \u201eBe-Goals\u201c zu unterst\u00fctzen, deren\u00a0<strong>Fokus auf dem Benutzer selbst<\/strong>liegt, welcher in der Regel gl\u00fccklich oder zufrieden sein m\u00f6chte oder eine Identifikation oder Stimulation durch die Nutzung erleben m\u00f6chte. Die hedonische Qualit\u00e4t beinhaltet daher auch den\u00a0emotionalen und \u00e4sthetischen\u00a0Teil der User Experience und zeigt auf, f\u00fcr was ein Produkt im sozio-demografischen Umfeld des Benutzers steht,\u00a0ob es beispielsweise ein innovatives oder altbackenes Image aufweist oder ob man sich mit diesem sehen lassen kann, d.h. die eigene Reputation positiv beeinflusst.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch eine Unterteilung nach Bereichen, die eine User Experience beeinflussen ist m\u00f6glich. Sie ist uns vor allem bei der Beantwortung unserer zu Anfang gestellten Frage sehr hilfreich, was eine gute User Experience ausmacht.<\/p>\n<p><span style=\"color: #f9f9f9;\">\u00a0.<\/span><\/p>\n<h2>Eine User Experience wird im Wesentlichen durch folgende Faktoren bestimmt:<\/h2>\n<p>[\/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8221;2\/3&#8243;][vc_single_image image=&#8221;1230&#8243;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8221;1\/3&#8243;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_column_text]<\/p>\n<p>Let us now look at each of these three areas:<\/p>\n<h3><strong>Das Angebot<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>H\u00e4ufig wird aus Nutzersicht die Experience des \u00abUser Interfaces\u00bb mit dem Angebot selbst gleichgesetzt. Bei der Interaktion mit dem Angebot entscheidet sich somit, ob Produktversprechen wie \u00abEinfachheit\u00bb oder \u00abN\u00fctzlichkeit\u00bb tats\u00e4chlich eingel\u00f6st werden. Positive Erfahrungen, ganz gleich, ob diese bei der Interaktion mit beschreibenden Medien oder bei der Nutzung des Produktes selbst gemacht werden, bilden die Grundlage eines erf\u00fcllten Marken- und Produktversprechens.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr eine gute User Experience wird eine Reihe von Eigenschaften von den Anwendungen oder deren User Interfaces abverlangt:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong class=\"red\">Accessibility:\u00a0<\/strong>Auffindbar- und Zug\u00e4nglichkeit, technische Kompatibilit\u00e4t, Responsivit\u00e4t, subjektiv\u00a0empfundene Performance<\/li>\n<li><strong class=\"red\">Utility:\u00a0<\/strong>subjektiver Nutzwert der Inhalte und Funktionen f\u00fcr\u00a0die angesprochene Zielgruppe<\/li>\n<li><strong class=\"red\">Usability:\u00a0<\/strong>effektive, effiziente und zufriedenstellende Bedienbarkeit des Mediums seitens der Benutzer (Benutzerfreundlichkeit)<\/li>\n<li><strong class=\"red\">Joy of Use:\u00a0<\/strong>subjektiv empfundene Freude vor, w\u00e4hrend und nach der Nutzung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dabei werden h\u00e4ufig von Laien \u00abUsability\u00bb und \u00abUser Experience\u00bb in einem Topf geworfen. So treffe ich immer wieder Kunden und sogar Designer, welche die beiden Begriffe durcheinanderbringen. So werden h\u00e4ufig Usability- und UX-Test gleichbedeutend verwendet. Nun gut, es ist aber so, dass die Usability nur ein Teil einer User Experience ausmacht. Eine gute Usability sorgt einfach gesagt nur daf\u00fcr, dass das man reibungslos und st\u00f6rungsfrei ans Ziel kommt. Bei manchen Anwendungen ist die Usability deswegen auch gar nicht so entscheidend, beispielsweise wenn die Motivation hoch genug ist, auch widrige Umst\u00e4nde in Kauf zu nehmen oder bei einem narrativen oder verspielten Portfolio eines K\u00fcnstlers.<\/p>\n<h3><strong>Der Nutzer<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>Neben den Eigenschaften des User Interfaces, haben vor allem eine Reihe von nutzerspezifischen Faktoren einen gro\u00dfen Einfluss auf die User Experience.<\/p>\n<p>Wie sieht sein Kenntnisstand, seine Beziehung, seine bisherigen Erfahrungen zum Produkt oder System aus? F\u00fcr die antizipatorische User Experience ist vor allem die Erwartungshaltung relevant, die gespeist wird durch die dem Benutzer bekannten Nutzenversprechen und Werbeaussagen. Aber auch die ihm bekannte Unternehmensreputation oder das Branchen- oder Mitbewerberumfeld spielen eine gro\u00dfe Rolle.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft, ob die User Experience eines digitalen Touchpoints als gut empfunden wird, h\u00e4ngt immer auch von den\u00a0Erwartungen\u00a0im speziellen Umfeld ab. So ist z.B. die Bedienung eines komplexen Games oft nur sehr schwer zu erlernen, w\u00e4hrend die Joy-of-Use dennoch so hoch ist, dass die Spieler nicht davonlassen k\u00f6nnen und alle Schwierigkeiten in Kauf nehmen.<\/p>\n<h3><strong>Der Nutzungskontext<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>Wesentlich ist daher die Situation, in dem das Produkt oder System genutzt wird. Diese Bedingungen sind nicht unbedingt stabil, sie k\u00f6nnen zu gleicher Zeit f\u00fcr unterschiedliche Nutzer h\u00f6chst unterschiedlich sein oder sich f\u00fcr einen und denselben Benutzer nach und nach ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Ohnehin ist die Erfahrung eines Benutzers mit einem Produkt von dynamischer Natur. Beispielsweise kann die Verwendung eines neuartigen Produktes f\u00fcr einen Benutzer zu Anfang ziemlich verwirrend sein und auch negative Gef\u00fchle erzeugen. Sp\u00e4ter, wenn ein Nutzer mit einem Produkt oder System vertraut ist, k\u00f6nnen seine Erfahrungen wieder positiv geartet sein.<\/p>\n<p>Wir sehen, dass es bei dem Designen einer guten User Experience es ma\u00dfgeblich darum geht, den Kontext zu verstehen, in dem ein Benutzer mit einem Produkt oder System agiert und herauszufinden, welche Rolle es in seinem Alltag spielt. Dazu werden in der Regel User-Researchs (Analysen, Interviews, Beobachtungen) durchgef\u00fchrt und anhand dieser Erkenntnisse Empathie-Maps, Personas und User-Journeys entwickelt. Diese begleiten dann jede Design- oder Funktionsentscheidung und helfen allen bei der Entwicklung beteiligten Personen die k\u00fcnftigen Nutzer stets im Blick zu halten.<\/p>\n<p><span style=\"color: #f9f9f9;\">\u00a0.<\/span><\/p>\n<h2>Der Unterschied zwischen Befragungen und Beobachtungen<\/h2>\n<p>Festzuhalten ist an dieser Stelle: Eine reine Befragung nach den subjektiven W\u00fcnschen von Nutzern reicht oft nicht aus, um die Benutzerbed\u00fcrfnisse zu erkennen. Fast immer fallen die Aussagen der Nutzer \u00fcber deren Nutzung und die tats\u00e4chliche Nutzung seitens der Nutzer weit auseinander.<\/p>\n<p>Das liegt daran, dass Menschen sich nicht immer ihrer Motive bewusst sind. Viele Nutzer sagen beispielsweise, dass sie m\u00f6glichst einfache Anwendungen, nur mit den f\u00fcr sie n\u00f6tigen Funktionen m\u00f6gen. Tats\u00e4chlich kaufen aber die meisten Nutzer die Anwendung, die m\u00f6glichst viele Funktionen beinhaltet \u2013 unter dem Motto: man wei\u00df ja nie. Im Fall einer Kaufentscheidung nehmen die meisten Nutzer also das h\u00f6here Ma\u00df an Komplexit\u00e4t und die h\u00f6here Einarbeitungszeit in Kauf, obwohl sie diese nicht m\u00f6gen, nur um auf Nummer Sicher zu gehen. Was h\u00e4tte uns in diesem Fall die blo\u00dfe Nutzerbefragung gen\u00fctzt? Nicht viel.<\/p>\n<p>Auch erleben Personen eine Testumgebung anders als die eigentliche \u201enat\u00fcrliche\u201c Nutzung. Jeder der einen Text Korrektur gelesen hat, kennt diesen Unterschied. Das Gleiche passiert, wenn man Personen darum bittet, eine Anwendung oder ein Produkt zu testen. Sie fallen in einen kritischen Beurteilungsmodus, der sie die Dinge anders wahrnehmen l\u00e4sst, als wenn sie sich in einem normalen Nutzungsmodus befindet w\u00fcrden. Es wird h\u00e4ufig beobachtet, dass Testpersonen \u201edas Haar in der Suppe suchen\u201c und marginale Schw\u00e4chen auff\u00fchren, die bei einer normalen Nutzung nicht aufgefallen w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Und mehr noch, wenn die Aufgabe darin besteht, Fehler zu finden, kann es f\u00fcr den Suchenden frustrierend sein, keinen zu finden. Man fragt sich, ob man nicht gr\u00fcndlich genug war. Hat man wohlm\u00f6glich eine Reihe von Fehlern \u00fcbersehen, quasi versagt?<\/p>\n<p>Tests haben ergeben, dass Menschen bei einer Fehlersuche sich umso erfolgreicher und befriedigender f\u00fchlen, je mehr Fehler sie gefunden haben. Anders gesagt, ein Korrekturlesender freut sich mehr \u00fcber einen fehlerreichen Text als \u00fcber einen fehlerlosen. In der Regel wird daher in nahezu fehlerfreien oder fehlerarmen Systemen solange in einem H\u00f6chstmass von Gr\u00fcndlichkeit gesucht, bis zumindest ein paar Fehler gefunden worden sind. Sehr h\u00e4ufig handelt es sich bei den vermeintlichen Fehlern dann noch nicht mal um sehr gravierende Fehler.<\/p>\n<p>Und umgekehrt: eine Fehlersuche wird viel unaufmerksamer durchgef\u00fchrt, wenn der Testgegenstand viele deutliche Fehler aufweist, also die Fehlersuche sehr einfach viele gefundene Fehler liefert.<\/p>\n<p>Daher reicht es in der Regel nicht aus, Nutzerbefragungen oder Nutzertests durchzuf\u00fchren. Verl\u00e4ssliche Ergebnisse erh\u00e4lt man nur, wenn man Nutzer bei ihrer normalen Nutzung des Produktes oder Dienstes beobachtet und dabei kontextuell interviewt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #f9f9f9;\">\u00a0.<\/span><\/p>\n<h2>Was ist UX-Design?<\/h2>\n<p>Im Allgemeinen versteht man unter UX-Design den Prozess zur Optimierung der User Experience. Es ist ein Designansatz, der alle Aspekte der Interaktion einer Person mit einem Produkt oder einem Dienst ber\u00fccksichtigt. Es basiert auf einem tiefen Verst\u00e4ndnis des Nutzers, seines Verhaltens, seiner Bed\u00fcrfnisse, Ziele und Motivationen sowie des Kontextes, in dem ein Produkt oder Dienst verwendet wird, mit dem Ziel, eine L\u00f6sung zu finden, die alle Bereiche der Benutzererfahrung auf optimale Weise befriedigt.<\/p>\n<p>Es geht darum, Produkte oder Dienste zu schaffen, die Menschen mit Leichtigkeit und Freude nutzen k\u00f6nnen. Ebenso wichtig ist es, die Unternehmens- oder Projektziele zu erreichen, das hei\u00dft letztendlich diese mit denen des Benutzers in Einklang zu bringen.<\/p>\n<p>UX-Design wird nicht jeder Situation f\u00fcr jeden Benutzer gerecht, denn als Individuum sind alle Menschen unterschiedlich. Was f\u00fcr eine Person funktioniert, kann f\u00fcr eine andere Person den gegenteiligen Effekt haben. Beim UX-Design geht es vielmehr darum, die beste und weitreichendste L\u00f6sung f\u00fcr das avisierte Zielpublikum zu finden.<\/p>\n<p><span style=\"color: #f9f9f9;\">\u00a0.<\/span><\/p>\n<h2>Was ist mit \u00abJoy-of-Use\u00bb gemeint?<\/h2>\n<p>Eines der am h\u00e4ufigsten zitierten Konzepte im Bereich der User Experience ist das des \u201eJoy-of-Use\u201c. Kaum ein digitales Medium wird heute ohne das Ziel einer solchen emotionalen Ansprache entwickelt.<\/p>\n<p>Was hat es damit auf sich? Muss die Website einer Bank Spass machen? Nicht unbedingt. Deswegen ist es sinnvoll, einerseits zwischen Spass (im Sinne von Unterhaltung) und Freude (im Sinne einer bereichernden Erfahrung) zu unterscheiden. Spass im Sinne von Unterhaltung kann ein Online-Game oder eine orginelle App bieten. Freude hingegen entsteht beim Benutzer, wenn dessen Handlungsziele durch das Produkt oder System effektiv und effizient erreicht werden und wenn das auf innovative, originelle Weise geschieht, so dass die gewonnene Erfahrung eine bereichernde Qualit\u00e4t f\u00fcr ihn darstellt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #f9f9f9;\">\u00a0.<\/span><\/p>\n<h2>Die Rolle der \u00c4sthetik<\/h2>\n<p>Paul Adams, VP of Product bei Intercom, hat es so formuliert: \u00abImmer wieder haben wir erlebt, wie h\u00e4ssliche Produkte erfolgreich waren und \u00e4sthetisch hochwertige Produkte scheiterten. Selbstverst\u00e4ndlich hat die \u00e4sthetische Dimension eines Produktes eine reale Auswirkung auf die menschliche Wahrnehmung. Sie steigert sogar die Benutzerfreundlichkeit eines Produkts, aber sie ist eben nicht alles, was ein gelungene User Experience ausmacht.\u00bb<\/p>\n<p>Das hei\u00dft letztendlich, wenn andere wesentliche Bereiche der User Experience vernachl\u00e4ssigt werden, hilft auch eine gute \u00c4sthetik nicht viel.<\/p>\n<p><strong>Quellen und weiterf\u00fchrende Informationen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/books.google.ch\/books?id=P8HMBQAAQBAJ&amp;pg=PA51#v=onepage&amp;q&amp;f=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/books.google.ch\/books?id=P8HMBQAAQBAJ&amp;pg=PA51#v=onepage&amp;q&amp;f=false<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/books.google.ch\/books?id=-D65BQAAQBAJ&amp;pg=PA265#v=onepage&amp;q&amp;f=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/books.google.ch\/books?id=-D65BQAAQBAJ&amp;pg=PA265#v=onepage&amp;q&amp;f=false<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was sind die Erfolgsfaktoren f\u00fcr eine gelungene User Experience und warum ist sie heutzutage so wichtig? <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[16,1],"tags":[],"class_list":["post-901","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-user-experience","category-ux-design"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/901","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=901"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/901\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1236,"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/901\/revisions\/1236"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=901"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=901"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=901"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}