{"id":918,"date":"2019-04-18T11:46:58","date_gmt":"2019-04-18T10:46:58","guid":{"rendered":"https:\/\/thomas-sokolowski.de\/?p=918"},"modified":"2023-06-16T14:14:42","modified_gmt":"2023-06-16T13:14:42","slug":"ux-strategie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/ux-strategie\/","title":{"rendered":"User Experience als Business-Strategie"},"content":{"rendered":"<section class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<div class=\"flex flex-grow flex-col gap-3\">\n<div class=\"min-h-[20px] flex flex-col items-start gap-4 whitespace-pre-wrap break-words\">\n<div class=\"markdown prose w-full break-words dark:prose-invert light\">\n<p>Die digitale Transformation f\u00fchrt viele Unternehmen in ein Spannungsfeld zwischen den als notwendig erachteten Investitionen in neue Technologien und einem Perspektivwechsel in der Produktentwicklung \u2013 hin zu einem zeitgem\u00e4ssen, nutzerzentrierten Entwicklungsprozess.<\/p>\n<p>Dabei geht es nich nur darum, die richtigen Technologien und Methoden zu implementieren. Die Fragen, die ein Unternehmen f\u00fcr sich und seine Kunden beantworten lauten viemehr:<\/p>\n<ol>\n<li>Welche Mehrwerte bietet das Unternehmen seinen Kunden?<\/li>\n<li>Wie kann das Unternehmen die Bed\u00fcrfnisse und Erwartungen seiner Kunden erf\u00fcllen und \u00fcbertreffen?<\/li>\n<li>Inwiefern ber\u00fccksichtigt das Unternehmen Nachhaltigkeitsaspekte in seinen Produkten oder Dienstleistungen?<\/li>\n<li>Welche Massnahmen ergreift das Unternehmen, um umweltfreundliche Praktiken zu f\u00f6rdern und \u00f6kologische Auswirkungen zu minimieren?<\/li>\n<li>Inwieweit achtet das Unternehmen auf Fairness und ethische Gesch\u00e4ftspraktiken in seiner gesamten Wertsch\u00f6pfungskette?<\/li>\n<li>Wie tr\u00e4gt das Unternehmen zur sozialen Verantwortung bei und engagiert sich f\u00fcr die Gemeinschaft?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Beantwortung dieser Fragen sind eng mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens verbunden und bestimmen sowohl seine Selbst- als auch seine Aussenwahrnehmung.<\/p>\n<p>Joseph Schumpeter (*1) erkannte bereits vor \u00fcber 100 Jahren, dass die Beantwortung dieser Fragen f\u00fcr ein Unternehmen \u00fcberlebenswichtig werden wird. Er prognostizierte, dass Unternehmen, die diese Fragen nicht \u00fcberzeugend beantworten k\u00f6nnen, vom Markt verschwinden werden. Er betonte auch, dass der Zweck eines jeden Unternehmens darin besteht, die Bed\u00fcrfnisse der Kunden zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"flex flex-grow flex-col gap-3\">\n<div class=\"flex flex-col items-start gap-4 whitespace-pre-wrap break-words\">\n<div class=\"markdown prose w-full break-words dark:prose-invert light\">\n<h4>Kundenbed\u00fcrfnisse und Produktinnovationen: Eine Verbindung, die immer bestand<\/h4>\n<p>Kundenbed\u00fcrfnisse und Produktinnovationen waren schon immer eng miteinander verbunden. Fr\u00fcher ging es bei der Entwicklung oder Verbesserung von Produkten haupts\u00e4chlich um neue oder verbesserte Funktionen. Heutzutage steht jedoch das Kundenerlebnis im Mittelpunkt des Entwicklungsprozesses.<\/p>\n<blockquote><p>Es ist nicht mehr so wichtig, was ein Produkt oder eine Anwendung kann, sondern vielmehr, was der Kunde bei der Nutzung erlebt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Immer mehr Unternehmen erkennen die User Experience als m\u00f6glichen Wettbewerbsvorteil. Eine gezielte Ausrichtung auf ein positives Nutzererlebnis scheint ein erfolgreicher Ansatz zu sein, insbesondere in M\u00e4rkten, in denen Produkte kaum signifikante Unterschiede aufweisen. Unternehmen wie Apple oder Samsung machen dies schon seit Langem vor.<\/p>\n<p>Kunden suchen Erlebnisse, die ihr Leben bereichern, und belohnen Unternehmen, deren Produkte dies erm\u00f6glichen &#8211; vor allem, wenn sie ihre Erwartungen \u00fcbertreffen. Dabei geht es nicht nur um die Erf\u00fcllung von sogenannten \u00abDo-Goals\u00bb (Handlungsziele der Nutzer), sondern auch um die Unterst\u00fctzung der Anwender bei der Erreichung von ihren \u00abBe-Goals\u00bb. Bei diesen Zielen stehen die Nutzer selbst im Mittelpunkt, welche in der Regel Gl\u00fcck oder Zufriedenheit versp\u00fcren oder eine Identifikation oder Stimulation erfahren m\u00f6chten. Weitere Informationen finden Sie dazu in meinem Artikel: \u00ab<a href=\"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/was-macht-eine-gute-user-experience-aus\/\">Was zeichnet eine gute User Experience aus?<\/a>\u00bb<\/p>\n<h4>Was genau ist eine gute User Experience?<\/h4>\n<p>Selbst in der einschl\u00e4gigen UX-Fachliteratur wird \u00fcberwiegend von einer <strong>guten<\/strong> oder <strong>schlechten<\/strong> User Experience gesprochen. Dabei stellt sich mir die Frage, ob man die User Experience nur auf einer Skala von gut bis schlecht klassifizieren kann, ohne sie konkret zu beschreiben?<\/p>\n<p>Wenn ich ketzerisch nachfrage, erhalte ich in der Regel die Antwort, dass ein Nutzererlebnis gut ist, wenn es die Bed\u00fcrfnisse des Nutzers weitgehend erf\u00fcllt oder diese sogar auf unerwartete Weise positiv \u00fcbertrifft.<\/p>\n<p>Ich denke aber, das es nicht ausreicht, sich im Produktentwicklungsprozess ausschliesslich auf die Erf\u00fcllung der Nutzerbed\u00fcrfnisse zu konzentrieren, da es sehr wohl verschiedene L\u00f6sungen geben kann, welche die Bed\u00fcrfnisse in gleichem oder zumindest sehr \u00e4hnlichem Masse erf\u00fcllen k\u00f6nnen. Die Entscheidung f\u00fcr die eine oder andere Variante sollte daher nicht nur in dem Mass ihrer Nutzerbed\u00fcrfniss-Befriedigung erfolgen, sondern u.a. auch \u00f6konomisch begr\u00fcndet oder durch Nachhaltigkeitsaspekte beeinflusst werden.<\/p>\n<p>Zudem umfasst ein \u00abgutes Nutzungserlebnis\u00bb meiner Meinung nach viel mehr als nur die Erf\u00fcllung der Nutzerbed\u00fcrfnisse, sie weist auch eine Tonality oder Stimmung auf, kann Begeisterung hervorrufen oder Assozziationen wecken. Diese Nutzererfahrung l\u00e4sst sich viel besser durch eine Beschreibung des angestrebten Nutzererlebnisses definieren, als durch eine Auflistung von Nutzerbed\u00fcrfnissen, die erf\u00fcllt werden sollen.<\/p>\n<p>Eine gute Produktvision sollte daher immer eine solche \u00abUser Experience Beschreibung\u00bb enthalten, also eine detaillierte Beschreibung des gew\u00fcnschten Produkt-Erlebnisses sowie der m\u00f6glichen Gef\u00fchle und emotionalen Zust\u00e4nde, die Anwender bei der Nutzung eines Produktes oder Services erfahren k\u00f6nnen. Das kann in Form von Empathy Maps, Personas oder Customer Journey Maps geschehen. Solche Artefakte bilden eine gute Evaluierungs-Grundlage im Produktentwicklungsprozess und helfen allen Beteiligten, ihre L\u00f6sungsans\u00e4tze nutzerzentriert zu bewerten.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<h4><em>Einfl\u00fcsse auf das Nutzererlebnis<\/em><\/h4>\n<p>[\/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8221;2\/3&#8243;][vc_single_image image=&#8221;1230&#8243;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8221;1\/3&#8243;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_separator height=&#8221;100&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<h4>Eine gute Productvision bildet das Fundament einer guten UX-Strategie<\/h4>\n<p>Der Begriff \u00abStrategie\u00bb im Bereich der User Experience sorgt oft f\u00fcr Verwirrung. Daher m\u00f6chte ich kurz definieren, was eine UX-Strategie ist:<\/p>\n<blockquote><p>Eine UX-Strategie ist ein langfristiger Plan, um alle Touchpoints eines Unternehmens oder Projekts mit der passenden User Experience auszustatten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Eine UX-Strategie sollte nicht nur die User Experience beschreiben, sondern auch ein klares Verst\u00e4ndnis aller Zusammenh\u00e4nge und Konsequenzen auf qualitativer und quantitativer Ebene liefern.<\/p>\n<p>Bei der Entwicklung einer ganzheitlichen UX-Strategie m\u00fcssen neben den Bed\u00fcrfnissen der Nutzer auch die wirtschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen sowie die Interessen des Unternehmens ber\u00fccksichtigt werden. Und das muss nicht immer Gewinnmaximierung bedeuten. Wenn ich an \u00fcbergeordnete Unternehmensziele denke, kann das auch bedeuten, ein Produkt zu entwickeln, das ein ganz bestimmtes Problem l\u00f6st oder sich \u00f6kologisch nachhaltig verh\u00e4lt.<\/p>\n<h4>Diese Faktoren sind wichtig f\u00fcr die Entwicklung einer UX-Strategie:<\/h4>\n<ul>\n<li><strong>Nutzer-Faktoren<\/strong><br \/>\nBed\u00fcrfnisse und Erwartungen der Nutzer\/innen (Wie ist die Zielgruppe charakterisiert? Was sind ihre Bed\u00fcrfnisse (die &#8220;Do&#8221;- und &#8220;Be&#8221;-Ziele), Probleme, \u00c4ngste, Schmerzen? Wie werden diese Bed\u00fcrfnisse erf\u00fcllt?<\/li>\n<li><strong>Business-Faktoren<\/strong><br \/>\nStrategische \u00dcberlegungen (Was ist das Ziel des Projekts? Gibt es eine Gesch\u00e4fts-, Unternehmens- oder Marketingstrategie, die ber\u00fccksichtigt werden sollte?) und wirtschaftliche und technische \u00dcberlegungen (Gibt es einen Business Case oder zumindest fundierte \u00dcberlegungen zu Kosten und Dauer der Implementierung, zu Konkurrenzprodukten und zu den Merkmalen des Marktes und seines Potenzials?)<\/li>\n<li><strong>Produkt-Faktoren<\/strong><br \/>\nDas Produkt selbst oder, falls das Produkt noch nicht existiert, die Produktidee (Welche Probleme l\u00f6st es? Welche Bed\u00fcrfnisse befriedigt es? Welche Funktionen oder Eigenschaften werden ben\u00f6tigt?)<\/li>\n<\/ul>\n<h4>UX-Designer allein k\u00f6nnen keine UX-Strategien entwickeln<\/h4>\n<p>Der Begriff \u00abUser Experience\u00bb wird h\u00e4ufig mit \u00abDesign\u00bb oder \u00abDesigner\u00bb verbunden. Unternehmen, die auf den UX-Zug aufspringen wollen, \u00e4ndern ihre Stellenausschreibungen f\u00fcr Interface- oder UI-Designer in Stellenausschreibungen f\u00fcr UX-Designer.<\/p>\n<p>Die schnelle Assoziation von UX mit Design ist sicherlich darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass die \u00abDesign-Thinking\u00bb Methodik den Begriff \u00abDesign\u00bb in die Produktentwicklung gezogen hat. Dort wird \u00abDesign\u00bb nicht im Sinne von Interface- oder Produktdesign, sondern im Sinne eines allgemeinen Prozesses der Ideen- oder L\u00f6sungsfindung benutzt und so sollte man auch den den Begriff \u00abUX-Design\u00bb verstehen.<\/p>\n<p>\u00abDesign-Thinking\u00bb hat die Art und Weise, wie Designer Probleme l\u00f6sen, in eine universelle Methodik \u00fcbertragen. Es basiert auf der Annahme, dass die meisten Kreativit\u00e4tstechniken und Design-Entwicklungsmethoden auch in anderen Bereichen angewendet werden k\u00f6nnen. Dabei stehen die Einbeziehung der Nutzerperspektive in den Entwicklungsprozess und die Fokussierung auf eine m\u00f6glichst optimales Nutzungserlebnis im Mittelpunkt der L\u00f6sungsfindung. Aber auch \u00f6konomische und technologische Faktoren werden dabei in hohem Masse ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Um alle diese Faktoren zu untersuchen und zu ber\u00fccksichtigen, ist es notwendig, m\u00f6glichst alle relevanten Stakeholder aus dem Management, der Produktion, der Forschung und dem Marketing\/Vertrieb miteinzubeziehen. Aus diesem Grund kann die Entwicklung einer UX-Strategie auch nicht die Aufgabe eines Designers oder der Marketing-Abteilung sein, sondern sollte auf einer \u00fcbergeordneten Ebene erfolgen. Dar\u00fcber hinaus w\u00e4re es w\u00fcnschenswert, dass die Entwicklung von Marketingaktivit\u00e4ten immer auf einer UX-Strategie basiert, da ein optimales Nutzererlebnis die Grundlage f\u00fcr die Einl\u00f6sung des Marken- und Produktversprechens an jedem Touchpoint ist.<\/p>\n<p>So sollten beispielsweise Produktdesign und Marketing in die gleiche, in einer UX-Strategie definierte Richtung gehen, um ein ganzheitlich optimales Nutzererlebnis zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Strategische UX-Kompetenz ist aus dem erfolgreichen Unternehmensmanagement der Zukunft nicht mehr wegzudenken.[\/vc_column_text][vc_single_image image=&#8221;1035&#8243;][vc_separator][vc_column_text]<\/p>\n<h4>Was beinhaltet eine UX-Strategie?<\/h4>\n<p>Was bisher weitgehend durch eine umfassende \u00abCorporate Identity\u00bb definiert bzw. beantwortet wurde, sollte einem zeitgem\u00e4sseren, bed\u00fcrfnisorientierten Konzept weichen. Die Kernfragen \u00abWie werde ich wahrgenommen? Wie will ich gesehen werden und was kann ich tun, um so gesehen zu werden, wie ich gesehen werden will?\u00bb transformieren dabei zu kundenorientierten Fragestellungen. Es wird nicht mehr gefragt, welches Image f\u00fcr die Ziele des Unternehmens wertvoll ist, sondern was die Kunden und Mitarbeiter vom Unternehmen erwarten.<\/p>\n<p><strong>Eine UX-Strategie l\u00e4sst sich daher auf die Beantwortung weniger Fragen reduzieren:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Welche Bed\u00fcrfnisse und W\u00fcnsche haben unsere (potenziellen) Kunden?<\/li>\n<li>Was erleben Menschen an den Touchpoints unseres Unternehmens?<\/li>\n<li>Was w\u00fcnschen sich unsere (potenziellen) Kunden dort zu erleben?<\/li>\n<li>Was bedeutet das f\u00fcr unser Unternehmen?<\/li>\n<li>Wie k\u00f6nnen wir innovative Gesch\u00e4ftsmodelle entwickeln, um das Nutzungserlebnis f\u00fcr unsere Kunden zu verbessern?<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr viele ist es noch ungewohnt, dass diese Kommunikationsfragen nicht mehr im Marketing, sondern auch auf einer h\u00f6heren oder vorgelagerten Ebene beantwortet werden m\u00fcssen. Mit anderen Worten: W\u00e4hrend die Definition und Umsetzung der Unternehmensidentit\u00e4t (CI) als Kernaufgabe des ganzheitlichen Marketings angesehen wird, sollte die Entwicklung und Umsetzung einer UX-Strategie dem Marketing \u00fcbergeordnet sein. Dies schm\u00e4lert keineswegs die Rolle einer Corporate Identity, sondern gibt ihr vielmehr den notwendigen Treibstoff f\u00fcr eine effektive und vor allem nutzerzentrierte Definition ihrer einzelnen Elemente.<\/p>\n<p>Eine UX-Strategie beinhaltet daher nicht nur eine detaillierte Beschreibung der gew\u00fcnschten User Experience, sondern vor allem auch der zu l\u00f6senden Probleme. Diese Probleme sollten \u00fcber eine einfache Definition von Herausforderungen hinausgehen. Sie sollten vorhandenes Marktwissen mit Daten aus der Nutzerforschung kombinieren und L\u00f6sungen oder strategische Handlungsempfehlungen enthalten. Dazu geh\u00f6rt eine Roadmap, die aufzeigt, was wann geschehen muss, um die gew\u00fcnschten Ziele zu erreichen sowie einen Plan f\u00fcr die Erfolgskontrolle.[\/vc_column_text][vc_separator][vc_column_text]<\/p>\n<h4>Exemplarischer Aufbau einer UX-Strategie<\/h4>\n<p>[\/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8221;1\/1&#8243;][vc_single_image image=&#8221;1244&#8243;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_separator][vc_column_text]<\/p>\n<h4>Herausforderungen bei der Entwicklung einer UX-Strategie<\/h4>\n<p>Eine Herausforderung bei der Entwicklung einer guten UX-Strategie besteht darin, alle Gesch\u00e4ftsbereiche und organisatorischen Ressourcen zu involvieren und den nutzerzentrierten Ansatz im gesamten Unternehmen umzusetzen.<\/p>\n<p>Das Auslagern der UX Strategie Entwicklung an eine UX-Agentur gen\u00fcgt nicht. Eine solche fragmentierte, kurzfristige Sichtweise ignoriert das wahre Potenzial der User Experience f\u00fcr einen langfristigen Unternehmenserfolg.<\/p>\n<p>Die Art und Weise, wie User Experience in Unternehmen angegangen wird, h\u00e4ngt stark von der Reife des Unternehmens in Bezug auf Design Thinking und nutzerzentriertes Design ab.<\/p>\n<p>Unternehmen, die UX gerade erst f\u00fcr sich entdeckt haben, versuchen in der Regel in einem ersten Schritt, Einzelpersonen zu benennen oder ein zentrales UX-Strategie-Team aufzubauen. Diese managen das Thema UX im Unternehmen von einer zentralen Stelle aus, d.h.<\/p>\n<ul>\n<li>treiben das Thema voran<\/li>\n<li>bieten Schulungen und Beratungen an<\/li>\n<li>definieren UX-Strategien f\u00fcr die Organisation oder einzelne Projekte<\/li>\n<li>stellen UX-Dienstleistungen f\u00fcr die Entwicklungsteams zur Verf\u00fcgung<\/li>\n<\/ul>\n<p>In dem Masse, in dem sich UX als eigenst\u00e4ndige Disziplin etabliert, kann sich aus einem UX-Strategie-Team auch eine UX-Abteilung entwickeln.<\/p>\n<p>Leider kommt es immer noch h\u00e4ufig vor, dass diese Teams durch organisatorische Grenzen und Interessenskonflikte mit anderen strategierelevanten Abteilungen und Disziplinen behindert werden. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen sie st\u00e4ndig um Aufmerksamkeit und Bedeutung k\u00e4mpfen, um ihre Existenz gegen\u00fcber dem Management zu rechtfertigen.<\/p>\n<p>Es kann jedoch nicht genug betont werden, wie wichtig ein effektives UX-Strategie-Team heute f\u00fcr ein erfolgreiches Unternehmen ist &#8211; insbesondere, um alle potenziellen Wertsch\u00f6pfungspotenziale im Unternehmen zu identifizieren.<\/p>\n<p>Die UX-Strategien von heute werden zweifellos den Wettbewerbsvorteil und den Marktanteil von morgen bestimmen.<\/p>\n<h4>Merkmale einer guten UX Strategie<\/h4>\n<ul>\n<li><strong>Integration aller Interessengruppen<\/strong>: Sicherstellung der Einbeziehung aller relevanten Ressourcen<\/li>\n<li><strong>Business-Relevanz<\/strong>: Verkn\u00fcpfung von Unternehmenszielen mit Kundenbed\u00fcrfnissen.<\/li>\n<li><strong>Konsistenz:<\/strong> Ber\u00fccksichtigung aller f\u00fcr das Unternehmen relevanten Faktoren (Markenidentit\u00e4t, Mitarbeiter, historischer Kontext usw.).<\/li>\n<li><strong>Marktverst\u00e4ndnis:<\/strong> Ber\u00fccksichtigung der Beschaffenheit und des Potenzials des Marktes.<\/li>\n<li><strong>Skalierbarkeit<\/strong>: Eine starke UX-Strategie ist anpassungsf\u00e4hig an sich \u00e4ndernde Rahmenbedingungen.<\/li>\n<li><strong>Messbarkeit &amp; Erfolgskontrolle<\/strong>: Die Mess- und Quantifizierbarkeit der Auswirkungen der durchgef\u00fchrten Massnahmen<\/li>\n<\/ul>\n<h3><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Quellen:<\/h3>\n<p>*1: <em>Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung<\/em>, Berlin 1912; Neu-Auflage von Jochen R\u00f6pke and Olaf Stiller, Berlin 2006.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Joseph_Schumpeter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Joseph_Schumpeter<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nngroup.com\/articles\/ux-strategy\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.nngroup.com\/articles\/ux-strategy\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lehmanns.ch\/shop\/wirtschaft\/56939374-9783960091776-ux-strategie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.lehmanns.ch\/shop\/wirtschaft\/56939374-9783960091776-ux-strategie<\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine gut durchdachte und implementierte UX-Strategie kann sich als entscheidender Erfolgsfaktor f\u00fcr Unternehmen erweisen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[],"class_list":["post-918","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-user-experience"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/918","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=918"}],"version-history":[{"count":22,"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/918\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1252,"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/918\/revisions\/1252"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=918"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=918"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/thomas-sokolowski.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=918"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}